Die Camerata vocale Berlin ist im Jahre 1985 von Etta Hilsberg als Laienchor gegründet worden und seit vielen Jahren einer der führenden Oratorienchöre Berlins.

 

Seit 1989 konzetriert die Camerata vocale Berlin regelmäßig mit vier Konzerten im Jahr in den großen Konzerthäusern Berlins(Großer Saal der Philharmonie, Kammermusiksaal der Philharmonie, Großer Saal des Konzerthauses Berlin). Darüber hinaus bietet der Chor seit 1992 eine Abonnementreihe an und übernimmt damit die Selbstverpflichtung zu einer stetigen und langfristigen Arbeit.

Die Camerata vocale Berlin hat das Ziel gesetzt, sich neben der Pflege bekannter klassischer Oratorien auch für weniger bekannte, aber bedeutende Werke alter und neuer Komponist*innen einzusetzen.

So umfasst das Repertoire der Camerata vocale Berlin auf der einen Seite die klassichen Werke von Händel, Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Brahms und Mendelssohn Bartholdy, auf der anderen Seite aber auch weniger bekannte oder seltener aufegführte klassische Werke u.a. von C. H. Graun, Keyser, Bach (Messe G-Dur), Haydn (Mariazellermesse), doppelchörige Werke von Vivaldi, Werke von Dvořák und Puccini. Zu den Pionierleistungen der Camerata vocale Berlin gehören die mehrfachen Aufführungen der verdienstvollen G. A. Theill´schen Rekonstruktion der unvollendeten Markus-Passion von Johann Sebastian Bach. Aber auch die Musik des 20. Jahrhunderts wird von der Camerata vocale Berlin gepflegt. hier sind besonders die Uraufführung der Oratoriums Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an des Berliner Komponisten Curt Protze und das Requiem von Torsten Wille zu erwähnen. Im Juni 1999 wurde Die Reise übers Meer von Michael Weiß, im Februar 2000 Der Kreuzweg (Berliner Erstaufführung) und im März 2003 die Kantate O Liebe süßer Name (Uraufführung) von Friedrich Metzler, ebenfalls einem Berliner Komponisten, aufgeführt.

 

Zum 20-jährigen Jubiläum der Camerata vocale Berlin wurde am 18. September 2005 das Auftragswerk Dantes Inferno und der Weg ins Paradies von Esther Hilsberg mit nachhaltigem Beifall vom Publikum aufgenommen. Im Dezember 2010 fand zu, 25-jährigen Jubiläum die Uraufführung des Weihnachtsoratoriums von Esther Hilsberg statt, die beim Publikum starke Gefühle erweckte und viele Menschen tief ergriff.

Neben dieser intensiven musikalischen Arbeit auf den Berliner Konzertpodien war die Camerata vocale Berlin auf Konzertreisen innerhalb Deutschlands und im Ausland und hat dort mit Chören und Orchestern zusammengearbeitet. Neben Ungarn und Polen hat die Camerata vocale Berlin 1994 eine dreiwöchige, sehr erfolgreiche Chorreise durch vier Staaten der USA unternommen. Im Okotber 2002 wurde die Camerata vocale Berlin auf einer 14-tägigen Reise durch Japan in den großen Konzertsälen in Osaka und Tokyo gefeiert.

Im Oktober 2007 ist der Chor von seiner zweiten, ssehr erfolgreichen Japan-Tornee zurückgekehrt, auf der er in Osaka zusammen mit dem Gewandhaus-Chor Osaka unter der Leitung von Etta Hilsberg die Johannes-Passion von J. S. Bach aufführte.

Im Oktober 2012 feierte die Camerata vocale Berlin zusammen mit dem Gewandhaus-Chor Osaka deren 30-jähriges Chorjubiläum und die 10-jährige Zusammenarbeit der beiden Chöre in einem festlichen Konzert von Bachs Magnificat und Mozarts Requiem unter der Leitung von Etta Hilsberg. Das Konzert fand statt in dem großartigen Konzerthaus Hyogo Performing Arts Center, in dem große, internationale Orchester auftreten. Dieses Gebäude wurde 2007 errichtet auf dem Gelände eines Stadions in der Nähe von Kobe, das 1995 durch das verheerende Erdbeben zerstört wurde, und ist zu einem der ronommiertesten Konzert- und Opernhäuser Japans geworden.

 

Seit Juli 2002 erhält der Chor auf Grund hervorragender Leistungen Förderung durch die Kulturverwaltung der Landes Berlin.

Im November 2018 verabschiedete Etta Hilsberg nach über 35 Jahren als Leiterin und Gründerin der Camerata vocale Berlin. Seit Januar 2019 hat die Dirigentin Inga Hilsberg die Leitung des Chores übernommen.